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Laborpraxis

Reinheit & Lagerung

Ein Versuch ist nur so gut wie sein Ausgangsmaterial. So lesen Sie Analysedaten und bewahren Peptide richtig auf.

Reinheit per HPLC

Die Umkehrphasen-HPLC trennt das Zielpeptid von verwandten Nebenprodukten. Der prozentuale Flächenanteil des Hauptpeaks ergibt die chromatografische Reinheit. Wichtig: Wasser, Gegenionen wie Trifluoracetat oder Acetat erfasst dieser Wert nicht. Dafür gibt es den separaten Netto-Peptidgehalt.

Identität per Massenspektrometrie

Die Massenspektrometrie (z. B. ESI-MS) misst die Molmasse. Stimmt sie mit dem berechneten Wert überein, ist das ein starkes Indiz für die korrekte Sequenz. Erst HPLC und MS zusammen ergeben ein belastbares Bild.

Analysezertifikate richtig lesen

Ein Analysezertifikat (Certificate of Analysis, COA) fasst die Prüfergebnisse zusammen. Achten Sie auf Chargennummer, Prüfdatum, Methode und die Übereinstimmung mit dem gelieferten Produkt. Ob ein Zertifikat für die konkret gelieferte Charge vorliegt, sollte man im Zweifel beim Anbieter erfragen.

Typische Verunreinigungen

  • Deletionssequenzen, denen ein Baustein fehlt
  • Reste von Schutzgruppen aus der Synthese
  • Oxidierte Formen, z. B. an Methionin
  • Salzreste aus der Reinigung

Richtig lagern

ZustandEmpfehlung
Lyophilisat, verschlossenkühl bis tiefgekühlt, trocken und lichtgeschützt
Vor dem Öffnenauf Raumtemperatur kommen lassen, damit keine Feuchtigkeit kondensiert
In Lösungnach Laborprotokoll aliquotieren, wiederholtes Auftauen vermeiden

Dokumentation im Labor

Eingangsdatum, Chargennummer, Datum der Rekonstitution, Lösungsmittel und eigene Kontrollmessungen gehören ins Laborbuch. So lassen sich Abweichungen später nachvollziehen.