de·peptideDas deutschsprachige Peptid-Kompendium

Laborwissen

Qualität und Lagerung

Ein Versuch ist nur so gut wie das Material, mit dem er beginnt. Was Reinheit bedeutet und wie man Peptide richtig aufbewahrt.

Reinheit: was die Zahl bedeutet

Die Reinheit eines Peptids wird meist mit der Umkehrphasen-HPLC bestimmt. Das Ergebnis ist ein Chromatogramm. Der Anteil der Fläche des Hauptpeaks an der Gesamtfläche ergibt die Reinheit in Prozent. Wichtig: Diese Zahl sagt etwas über verwandte Verunreinigungen aus, nicht über Wasser- oder Salzgehalt.

Identität: stimmt das Molekül?

Die Massenspektrometrie misst die Masse des Peptids. Stimmt sie mit der berechneten Molmasse überein, ist das ein starkes Indiz für die richtige Sequenz. Kombiniert mit der HPLC entsteht ein verlässliches Bild.

Typische Verunreinigungen

Richtig lagern

ZustandLagerung
Lyophilisat, verschlossenkühl bis tiefgekühlt, trocken, dunkel
Vor dem Öffnenauf Raumtemperatur bringen, damit keine Feuchtigkeit kondensiert
Gelöstnach Protokoll aliquotieren, Auftau-Zyklen vermeiden

Dokumentation

Eingangsdatum, Artikelbezeichnung, Datum der Rekonstitution, Lösungsmittel und eigene Kontrollmessungen gehören ins Laborbuch. So lassen sich unerwartete Ergebnisse später zuordnen.

Material beziehen

Viele deutsche Labore bestellen Forschungspeptide bei Händlern mit Sitz oder Lager in der EU. Ein Beispiel mit deutschsprachigem Katalog ist peptides-eu.net; Hinweise zur Auswahl stehen auf der Seite Peptide kaufen.